Petra Beck

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Interview

Über mich

Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Während einer Beratungssitzung wurde ich gebeten meine Gefühle zu beschreiben. Es ging um meinen Trennungsschmerz. Meine Mutter starb, als ich noch sehr klein war.
Es war mir nicht möglich "Worte" zu finden, also bat ich darum es an Hand eines Bildes zu beschreiben. Das Bild von Edward Munch "der Schrei" beschreibt im Ansatz meine Emotionen, die ich damals als Kind hatte. Das war die Geburtsstunde der Idee Kunsttherapeutin zu werden.

Über einen längeren Selbsterfahrungsprozess war ich in der Lage mein Potenzial zu erkennen und zu nutzen. So hat sich dann automatisch meine Weiterbildungslaufbahn (Kunsttherapie, Lebens-und Sozialberatung, ...) entwickelt.

Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Von Natur aus: Kreativität, Einfühlungsvermögen, Geduld und Aufmerksamkeit.
Erworben: Kompetenz und Erfahrung

Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Persönliches Anliegen und viel Erfahrung

Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Für mich sind die schönsten Momente, wenn KlientInnen in der Beratung mit einem erleichterten und befreiten Gefühl meine Praxis verlassen.
Wenn sich etwas für sie sichtbar und spürbar 'gelöst' hat.

Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?


Weil ich mit kunsttherapeutischen Methoden und systemischer Aufstellungsarbeit einen stimmigeren Lösungsweg mit den KlientInnen erarbeiten kann. Was über das Beratungs-/Therapiegespräch ggf. mehrere Sitzungen dauern kann, kann mit kunsttherapeutischen Interventionen schneller zum Punkt führen.

Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ja, hauptsächlich mit MedizinerInnen, TherapeutInnen und mit Personen, die alternative Heilmethoden anbieten..
Netzwerken ist sehr sehr wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Therapie?

In einer Therapie beschäftigt man sich üblicherweise lange mit der Ursache, bevor man eine Lösung erarbeitet. Achtung: kommt immer auf TherapeutIn und Therapiemethode an. Zu TherapeutInnen kommen hauptsächlich PatientInnen, die nach ICD 10 Code (Klassifikationssystem der Psychosen und Neurosen) eingestuft wurden. Die Termine laufen meistens zyklisch, sind 1x wöchentlich und können über Jahre dauern (je nach Einstufung).

(Lebens-und Sozial ...) Beratung ist hauptsächlich zukunftsorientiert, der Schwerpunkt liegt im 'Hier und Jetzt', der ressourcenorientierte Ansatz steht im Vordergrund. Es wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Beratungen sind für 'gesunde' TeilnehmerInnen gedacht (siehe Gesundheitsbegriff der WHO). Das Anliegen ist meistens nach 1nem oder nach dem 2ten Termin bearbeitet.

Selbstreflexion oder Selbsterfahrung ist bei TherapeutInnen und bei Lebens- und SozialberaterInnen möglich.
Hinweis: Schriftlich bestätigte Selbsterfahrungstermine werden für die Lebens- und Sozialberater Ausbildung angerechnet.
Das heißt: KlientInnen, die für Selbsterfahrung einen Praxistermin bei mir buchen, werden darüber informiert. Ich bin befugt diese Teilnahmebestätigung auszustellen.

Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Ja, Vorträge und Workshops. Termine werden per Newsletter bekannt gegeben. (anzufordern unter petra.beck@chello.at)

Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

KlientInnen zu mehr Autonomie und Selbstständigkeit verhelfen.

Was bedeutet für Sie Glück?

Zufrieden sein mit dem, was ich habe und bin.

Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

1) Dass alle Menschen mit einer gesunden Portion Mut und Stärke ausgestattet sind, sodass sie ihr Potenzial mehr zur Entfaltung bringen können.

2) Dass jeder Mensch einen Selbsterkenntnisprozess beschritten hat und somit achtsamer mit sich selbst und der Umwelt umgehen kann.

3) Dass jeder Mensch auf der Welt das Recht auf Entfaltung leben und nutzen kann und darf, mit der Bedingung, dass es ethisch und moralisch vertretbar ist. („Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten können.“ nach Imanuel Kant, Grundsätze der reinen und praktischen Vernunft)

Was ist Ihr Lebensmotto?

Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.
Johann Wolfgang v. Goethe (1749 - 1832)

Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst?

Wie stehen Sie zu spirituellen Beratungsmethoden oder -ansätzen?

... und wie würden Sie darauf antworten?

Ich bin überzeugt davon, dass es mehr gibt, als wir wissenschaftlich beweisen können. Nur weil wir noch keine Geräte haben, die ... messen können, muss es nicht heißen, dass die Existenz von ... ausgeschlossen ist.
Z.B. die sogenannten Geistheiler, die es in jeder Kultur gibt, arbeiten genauso gut und auf ihre Art erfolgreich. Wichtig ist als BeraterIn oder als TherapeutIn zu erkennen, was der/die KlientIn braucht und ob die Methode vertretbar und seriös ist. Auch ich bin spirituellen Methoden gegenüber aufgeschlossen. Methodisch wende ich diese dann an, wenn es für die Situation und für die Klientin oder den Klienten passt.
Mein Grundsatz: Wer heilt, hat Recht!

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